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 Rote Liste-Status:
 z.Z. Nicht gefährdet im Bund
 Rote Liste Status 1 in RLP
 Rote Liste Vorwarnstufe in NRW
 z.Z. Nicht gefährdet in HE
 Legende

 Diese Art nachgewiesen:
 In Deutschland: Ja
 Im Hohen Westerwald: Nein
 Gemarkung Westernohe: Nein
 Art-ID: 736
K&R: 08689
Thaumetopoea processionea
(LINNAEUS, 1758)
Eichen-Prozessionsspinner

Eine Art, die im Hohen Westerwald nicht vorkommt.

                                                                             Media-ID: 4081
2013/05/30,  68766 Hockenheim, Gartenschaupark an Eiche
Der Eichen-Prozessionsspinner ist eine Art, der mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hat und oft unnötigerweise vernichtet wird, mehr noch, es werden oft genug Raupennester anderer Schmetterlingsarten die völlig ungefährlich sind gleich aus Unwissenheit mit vernichtet.
Ich möchte nicht missverstanden werden, diese Raupen können durch ihre Haare empfindliche Hautreizungen hevorrufen und sollten bsw. in der Nähe von Kindergärten und Schulen schnellstens entfernt werden. Allerdings werden die Nester oft genug mit Giften bespritzt oder verbrannt, obwohl sie weit und breit niemandem zu nahe kommen.
Zu den Gefahren dieser Haare finden Sie weiter unten weitere Informationen.


 Media-ID: 4082
2013/05/30,  68766 Hockenheim, Gartenschaupark an Eiche
Die Raupen leben gesellig und gehen in Gruppen von 20 bis 30 Individuen im „Gänsemarsch“ auf Nahrungssuche, daher der Name „Prozessionsspinner“.
Siehe auch die Videos oben rechts unter 'Videoclip'.


 Media-ID: 4083
2013/05/30,  68766 Hockenheim, Gartenschaupark an Eiche
Der Eichen-Prozessionsspinner ist von der Iberischen Halbinsel über Süd- und Mitteleuropa östlich bis in den Süden Russlands und nach Vorderasien verbreitet.
In Deutschland sind infolge der Klimaerwärmung mittlerweile alle Bundesländer betroffen, am stärksten Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Vorkommen werden seit Juni 2012 auch in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gemeldet.


 Media-ID: 4084
2013/05/30,  68766 Hockenheim, Gartenschaupark an Eiche
Die Art tritt hauptsächlich im Flachland. Besiedelt werden eichenreiche Wälder, wie etwa Eichen-Hainbuchenwälder und Kiefernwälder mit Eichenbewuchs, bevorzugt an trockenen und lichten Orten, aber auch Eichen in Parks.


 Media-ID: 4085
2013/05/30,  68766 Hockenheim, Gartenschaupark an Eiche
Wie der Name sagt, finden sich die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners hauptsächlich an Eichen, gelegentlich – insbesondere in starken Befallsjahren – aber auch an einigen anderen Baumarten, insbesondere an der Hainbuche.
Befallen werden vor allem einzeln stehende Bäume oder solche am Waldrand (besonders an der wärmebegünstigten Südseite).


 Media-ID: 4086
2013/05/30,  68766 Hockenheim, Gartenschaupark an Eiche
Die Eigelege der Eichen-Prozessionsspinner von 100 bis 200 Stück bestehen aus etwa einen Millimeter großen weißen Eiern. Sie werden meistens an älteren Eichen im Kronenbereich an dünneren Zweigen und anderen glatten Rindenstellen in Form einer länglichen Platte abgelegt und durch Afterschuppen und Sekret getarnt. Die fertige Jungraupe überwintert im Ei und schlüpft Anfang Mai. Die Raupen durchlaufen fünf bis sechs Entwicklungsstadien bis zur Verpuppung und werden bis zu fünf Zentimeter lang.
Die älteren Raupen ziehen sich tagsüber und zur Häutung wie auf diesem Foto zu sehen in Raupennester (Gespinste), die bis zu einem Meter lang werden können, am Stamm oder in Astgabelungen von Eichen zurück. Ab dem dritten Stadium entwickeln sich bei den Larven Brennhaare mit Widerhaken, die ein Nesselgift, das Thaumetopoein, enthalten.


 Media-ID: 4087
2013/05/30,  68766 Hockenheim, Gartenschaupark an Eiche
Die sehr feinen Brennhaare der Raupe, die ein Eiweißgift namens Thaumetopoein enthalten, können beim Menschen eine Raupendermatitis auslösen.
Die Brennhaare der Raupe brechen leicht und werden bei günstiger Witterung durch Luftströmungen über weite Strecken getragen. Die alten Larvenhäute bleiben nach der Häutung in den „Nestern“, deshalb ist die Konzentration an Brennhaaren oft sehr hoch. Alte Gespinstnester, ob am Baum haftend oder am Boden liegend, sind eine anhaltende Gefahrenquelle. Die Raupenhaare sind lange haltbar und reichern sich über mehrere Jahre in der Umgebung an, besonders im Unterholz und im Bodenbewuchs (Gräser, Büsche, Sträucher).
Für den Menschen gefährlich sind die Haare des dritten Larvenstadiums (Mai, Juni) des Eichen-Prozessionsspinners.
Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue toxische Reaktionen aus. Die (fast unsichtbaren) Brennhaare dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort mit ihren Häkchen fest. Die Raupendermatitis kann sich in drei verschiedenen klinischen Erscheinungsbildern zeigen:
Kontakt-Urtikaria (Quaddeln)
toxische irritative (Reiz auslösende) Dermatitis (Hautentzündung)
anhaltende Papeln (Knötchen), die an Insektenstichreaktionen erinnern.

Die Hautreaktionen halten (unbehandelt) oft ein bis zwei Wochen an. Meist sind alle Hautbereiche betroffen, die nicht bedeckt waren. Die Haut- und Schleimhauterscheinungen können mit Kortisolpräparaten behandelt werden. Gegen den Juckreiz helfen Antihistaminika. Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen. Hier wären Kortisonsprays und Sprays mit Bronchien-erweiternden Mitteln erforderlich. Selten ist eine stationäre Behandlung mit Kortison- oder Euphyllininfusion notwendig.
Begleitend treten Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auf. In Einzelfällen neigen überempfindliche Personen zu allergischen Schockreaktionen.


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Besuch-Dat=2017-06-23 Ak-Dat=2017-06-23