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Unterordnung Taillenwespen  (Apocrita)
Überfamilie Apoidea (Grabwespen und Bienen)
  Familie Sphecidae
    
0001 Heuschreckensandwespe (Sphex funerarius)
  Familie Crabronidae
    
1 Bienenwolf (Philanthus triangulum)

 Rote Liste-Status:
 z.Z. Nicht gefährdet im Bund
 z.Z. Nicht gefährdet in RLP
 z.Z. Nicht gefährdet in NRW
 z.Z. Nicht gefährdet in HE
 Legende

 Diese Art nachgewiesen:
 In Deutschland: Ja
 Im Hohen Westerwald: Nein
 Gemarkung Westernohe: Nein
 Art-ID: 631
Nr.: 1
Philanthus triangulum
(Fabricius, 1775)
Bienenwolf

Ab etwa Mitte Juni sind die schwarzgelben Insekten zu beobachten. Man erkennt diese Wespen an ihrem großen Kopf und den im mittleren Teil dickeren Fühlern.

                                                                             Media-ID: 3151
2010/08/09,  50735 Köln, Flora, Kakteenhaus
Der Bienenwolf gehört zur Grabwespen-Familie Crabronidae in der Insekten-Ordnung Hautflügler (Hymenoptera). Die Körperlänge der etwas über bienengroßen Bienenwolf-Weibchen beträgt 13–18 mm, die der Männchen jedoch nur 8–10 mm.
Man findet den Bienenwolf in Großteilen Europas bis hin nach Sibirien auf warmen und trockenen Heiden und Magerrasen, die den Steppen ähnlich sind. Dieses Biotop geht infolge der Einwirkung durch den Menschen fortschreitend zurück, so dass der Bienenwolf immer seltener wird.


 Media-ID: 3152
2010/08/09,  50735 Köln, Flora, Kakteenhaus
Als Nahrung für die Larven (auf diesem Foto mit Beute, sie liegt rücklings unter ihr) dient in Mitteleuropa anscheinend ausschließlich die Honigbiene (Apis mellifera). Die Erbeutung erfolgt allein durch das Weibchen. Die Beute wird zunächst optisch ausgemacht und dann durch Rütteln im Abstand von wenigen Zentimetern geruchlich geprüft. (Der rasante Angriff erfolgt nur auf ein Objekt mit Bienenduft, z. B. im Experiment auch auf ein mit Bienenduft beschmiertes Holzklötzchen ähnlicher Größe.) Die Schnelligkeit des unerwarteten Angriffs erlaubt praktisch keine Gegenwehr: Das mit den Beinen ergriffene Opfer wird sofort mit einem Stich durch ein schnell wirkendes Gift bewegungsunfähig gemacht. Daraufhin presst der Bienenwolf mit seiner Hinterleibspitze den Hinterleib der Beute zusammen. Durch diesen Druck auf den Honigmagen der Biene tritt an ihrem Mund ein Nektartropfen aus, den der Bienenwolf aufleckt.
Für den anschließenden Transport wird sie in die Rückenlage gedreht und im Flug zum wohl ausschließlich optisch wiedergefundenen Nest in sandigem Gelände gebracht. Mit seinen Beinen hält der Bienenwolf dabei die Beute fest. Ein typisches Verhalten beim Anpeilen der Eingangsröhre ist das Stehenbleiben und Hin- und Herpendeln in der Luft. Die schwerbeladene Grabwespe verschwindet schließlich mit der Beute blitzschnell im Boden.


 Media-ID: 3153
2010/08/09,  50735 Köln, Flora, Kakteenhaus
Anders als die Larven ernähren sich erwachsene Bienenwölfe von Nektar aus den Blüten verschiedener Pflanzen. Wie oben beschrieben, dienen dem jagenden Weibchen auch erbeutete Honigbienen als Nektarlieferanten.
Die Weibchen graben eine Röhre in den Boden (Foto zeigt ein Weibchen beim Bau einer neuen Röhre), die bis zu einem Meter lang sein kann. Diese endet in fünf bis sieben Kammern, in die im Normalfall drei bis vier, aber auch teilweise bis zu sechs gelähmte Honigbienen gebracht werden. Diese dienen zur Ernährung des Nachwuchses, wobei künftige Weibchen eine Biene mehr benötigen als die Männchen.


 Media-ID: 3154
2010/08/09,  50735 Köln, Flora, Kakteenhaus
Lange Zeit wurde angenommen, dass die betäubten Bienen durch das Gift, welches nur eine lähmende Wirkung hat, haltbar gemacht werden und so nicht verderben. Nach Erkenntnissen der Forschergruppe um Erhard Strohm vom Biozentrum der Universität Würzburg konnte anhand einer Versuchsreihe nachgewiesen werden, dass die Haltbarmachung durch eine spezielle Behandlung der Biene durch den Bienenwolf erfolgt. Dabei leckte der Bienenwolf die Biene mit seinen Mundwerkzeugen intensiv ab. Unbehandelte, aber durch das Gift des Bienenwolfes betäubte Tiere verdarben schon nach wenigen Stunden (Schimmelbefall). Durch diese spezielle Behandlung bleiben die Bienen mehrere Tage unverdorben.
Aus den anschließend gelegten Eiern schlüpfen weiße, madenförmige Larven. Nach dem Verspeisen der Bienen verpuppen sich diese so geschickt auf einem Seidenstiel, dass sie weder Boden noch Wände berühren; dadurch wird zusätzlich verhindert, dass die Puppe, begünstigt durch die Feuchtigkeit, von Pilzen befallen wird. Ungefähr Mitte Juni gräbt sich dann die neue Generation Bienenwölfe aus ihrer Höhle im Erdreich.


 Media-ID: 3155
2010/08/09,  50735 Köln, Flora, Kakteenhaus
Weibchen beim verlassen der Röhre. Neuere Forschung zeigt zudem auf, dass der Bienenwolf Streptomyces-Bakterien kultiviert. Weibliche Bienenwölfe züchten diese Bakterien in speziellen Drüsen ihrer Antennen und schmieren sie an die Decke ihrer Brutzellen. Die Bienenwolflarven wiederum nehmen die Bakterien auf, spinnen sie in die Seide ihres Kokons ein und erhöhen damit die Überlebenswahrscheinlichkeit der Larven. Die Bakterien bilden antibiotische Substanzen, die den Bienenwolfnachwuchs vor Pilz- und Bakterieninfektionen schützen.
Natürlich hat auch der Bienenwolf seine Feinde, er wird von der Goldwespe Hedychrum rutilans parasitiert.


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